KI-Register: Warum Kliniken eine zentrale Übersicht aller KI-Systeme brauchen
Viele Kliniken setzen KI ein, ohne zu wissen, wo genau. Das KI-Register in AIMS schafft Transparenz, ordnet Risiken ein und bildet die Grundlage für jede Governance-Maßnahme.
TL;DR
Ohne ein zentrales KI-Register wissen Kliniken nicht, welche KI-Systeme wo im Einsatz sind. AIMS erfasst alle Anwendungen, klassifiziert sie nach EU AI Act und macht den Bestand steuerbar.
Das Problem: KI im Einsatz, aber keine Übersicht
In vielen Kliniken ist KI längst angekommen: in der Radiologie, der Notaufnahme, der Pathologie, im Controlling. Doch auf die Frage „Welche KI-Systeme setzen wir ein?" gibt es oft keine belastbare Antwort.
Das liegt selten an mangelndem Willen. Abteilungen beschaffen Lösungen eigenständig, Pilotprojekte laufen ohne zentrale Dokumentation, und IT-Verantwortliche erfahren erst im Nachhinein von neuen Systemen. Das Ergebnis: eine fragmentierte Landschaft ohne Gesamtbild.
Spätestens mit dem EU AI Act wird diese Intransparenz zum regulatorischen Risiko. Artikel 26 verpflichtet Betreiber von Hochrisiko-KI zu dokumentierter Übersicht, Risikobewertung und menschlicher Aufsicht. Ohne ein zentrales Register ist das nicht leistbar.
So funktioniert das KI-Register in AIMS
Das KI-Register ist das Herzstück der Plattform. Es erfasst jedes KI-System mit den Informationen, die für Governance und Compliance entscheidend sind:
- Zentrale Erfassung: Name, Einsatzzweck, betroffene Abteilung, verantwortliche Person und Hersteller auf einen Blick.
- Risikoklassifizierung nach EU AI Act: Jedes System wird automatisch einer Risikoklasse zugeordnet, von minimal bis inakzeptabel. Die Kategorien orientieren sich an Anhang III der Verordnung.
- Statusverfolgung: Ob aktiv, in Prüfung oder außer Betrieb: Der aktuelle Stand ist jederzeit sichtbar.
- Verknüpfung mit weiteren Modulen: Vom Register aus gelangen Sie direkt zur Risikobewertung, zu Schulungen oder zur Audit-Dokumentation des jeweiligen Systems.
Das Register wächst mit Ihrer Organisation. Ob 5 oder 50 KI-Anwendungen, die Übersicht bleibt bestehen.
Von der Bestandsaufnahme zur Governance
Ein KI-Register ist kein Selbstzweck. Es ist der erste Schritt einer belastbaren Governance-Struktur. So gehen Sie vor:
1. Inventar erstellen Erfassen Sie systematisch alle KI-Systeme im Haus, einschließlich Pilotprojekte und eingebettete KI in Medizinprodukten. Binden Sie Abteilungsleitungen, IT und Einkauf ein.
2. Risikoklassen zuordnen Nutzen Sie die EU-AI-Act-Kategorien, um jedes System einzuordnen. Hochrisiko-Systeme (Diagnostik, Therapieplanung, Triage) erfordern besondere Aufmerksamkeit.
3. Verantwortlichkeiten definieren Jedes System braucht eine verantwortliche Person. Wer überwacht den Betrieb? Wer bewertet Risiken? Wer entscheidet über Fortführung oder Abschaltung?
4. Kontinuierlich pflegen Ein Register ist nur so gut wie seine Aktualität. Integrieren Sie die Pflege in bestehende Prozesse, etwa bei der Beschaffung neuer Systeme oder bei Abteilungsmeetings.
Fazit
Transparenz ist die Grundlage jeder Steuerung. Wer nicht weiß, welche KI-Systeme im Haus laufen, kann sie weder bewerten noch steuern, geschweige denn gegenüber einer Aufsichtsbehörde nachweisen.
Ein zentrales KI-Register schließt diese Lücke. Es schafft Überblick, ermöglicht Priorisierung und bildet das Fundament für alle weiteren Governance-Maßnahmen. Je früher Sie damit beginnen, desto besser sind Sie auf die Anforderungen des EU AI Act vorbereitet.
AIMS macht das KI-Register zum Ausgangspunkt Ihrer Governance: Alle Systeme zentral erfasst, nach EU AI Act klassifiziert und mit Risikobewertung, Schulungen und Audit-Dokumentation verknüpft.
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